1. Herren | TSG Presseteam | 10.02.24
Nach einem großen Kampf und einer, vor allem in der zweiten Halbzeit, sehr starken Leistung muss sich die TSG A-H Bielefeld gegen den Tabellenzweiten aus Emsdetten geschlagen geben. In einem Spiel mit gerade zu atemberaubendem Tempo können die Bielefelder nach etwas Eingewöhnungszeit dem Niveau des Zweitligaabsteigers standhalten, letztendlich aber nichts Zählbares in der Seidensticker Halle halten. Nach diesem Nachholspiel des 10. Spieltags hat die TSG die Hinrunde vervollständigt und belegt weiterhin den sechsten Tabellenplatz mit einem Punktekonto von 18:18 Punkten.

Zur Freude aller konnten die Langzeitverletzten Jan Pretzewofsky und Dominik Waldhof am Freitagabend beide erste Spielminuten nach ihren Verletzungen sammeln. Im Laufe der zweiten Halbzeit wurden beide eingewechselt und konnten auch beide einen ersten Torerfolg bei ihrem Comeback feiern. Der restliche Kader war ebenfalls fit, sodass TSG-Trainer Niels Pfannenschmidt wieder fast aus dem Vollen schöpfen konnte. Er schickte seine Mannschaft mit folgender Start-7 ins Spiel: St. Claire, Demerza, Schöße, Plass, Strathmeier, Mihaljevic und Räber. In der Abwehr kam Engelhardt für Demerza und bildete mit Mihaljevic den Innenblock.
Diese Abwehr sollte einiges zu tun bekommen, denn der pfeilschnelle Angriff der Emsdettener überrollte die TSG zu Beginn des Spiels förmlich. Im Angriff war den Bielefeldern der Respekt vor Emsdetten gerade zu anzumerken, denn für den ersten Treffer der TSG brauchte es sieben Minuten und eine Auszeit von Trainer Pfannenschmidt. Nach der Auszeit und dem ersten Treffer fiel es der TSG merkbar leichter und der Mannschaft wurde bewusst, dass sie dem Tempo und der Qualität des TVE standhalten können. So waren es vor allem Plass und Demerza, die in der ersten Hälfte wichtige Treffer für die TSG erzielten. Auf jedes hart erkämpfte Tor der Bielefelder folgte allerdings überfallartiges Tempospiel der Gäste, die so viele schnelle Tore erzielen konnten. So nutzten sie kleine Fehler der Bielefelder immer eiskalt aus und konnten sich über die Spielstände von 5:9 (15.min) und 8:13 (24.min) eine deutliche Halbzeitführung von 11:17 erspielen. 
Nach der Halbzeit und einer deutlichen Kabinenansprache von Pfannenschmidt war der Respekt vor den Gästen in der zweiten Halbzeit aber vollständig abgefallen und man passt sich dem Zweitliganiveau des TVE an. So war es ein spannendes und mitreißendes Handballspiel, welches vor allem von sehr hohem Tempo lebte. Auch die Stimmung der gefüllten Seidensticker Halle trug dazu bei, dass die TSG den Abstand zuerst halten und dann auch verringern konnte. Die Gäste bewiesen allerdings auch weiterhin ihre Qualität und Kaltschnäuzigkeit, sodass es trotz einer starken Halbzeit der Bielefelder lange bei einer 5-7 Tore Führung blieb. Trotzdem hielten die Bielefelder mit einer starken Abwehr und vielen guten Lösungen in der Offensive gut dagegen. In der Schlussphase gelang es ihnen mehrfach auf vier Tore heranzukommen, die Möglichkeit auf drei zu verkürzen verpassten sie allerdings durch kleine Fehler, die konsequent bestraft wurden. In diesen Momenten zeigte sich am Ende der doch dagewesene Qualitätsunterschied, wobei die TSG A-H Bielefeld ein starkes Spiel vor schöner Kulisse ablieferte und so auch die zweite Halbzeit mit 19:17 für sich entscheiden konnte.
Insgesamt zeigte die Anzeigetafel der Seidensticker Halle allerdings nach Abpfiff ein 30:34 zugunsten des TV Emsdetten, der so einen verdienten Auswärtssieg einfuhr. In der Halle war nach Abpfiff aber keineswegs schlechte Stimmung, denn abgesehen von der Anfangsphase konnten die Bielefelder mit ihrer Leistung zufrieden sein. Auch die Stimmung von den Rängen und die Eindrücke der Fans waren durchweg überzeugt vom Handball und dem Weg der TSG. Darauf wollen sie aufbauen und in der nächsten Woche, wenn, mit dem Tabellenführer aus Hildesheim, gleich der nächste Hochkaräter zu Gast ist, zeigen, dass sie die Mannschaften von ganz oben nicht nur ärgern, sondern auch schlagen können. Dass das möglich ist, zeigten an diesem Wochenende die Sportfreunde aus Söhre, die der Eintracht aus Hildesheim den ersten Punkt abnahmen.


Trainerstimme

Niels Pfannenschmidt (TSG A-H Bielefeld): "Wir haben wirklich gebraucht, bis wir drin waren. Eigentlich wussten wir was auf uns zukommt, aber so wirklich wussten wir es auch doch nicht, was auf uns zukommt. Da haben wir uns fast erschrocken, wie schnell und stark und gut sie wirklich sind. Der Start war also echt nicht gut und deshalb bin ich in der Halbzeit auch ein bisschen lauter geworden, damit die Jungs den Respekt verlieren. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann wirklich stark gemacht und haben sie auch gewonnen. Im 7 gegen 6 haben wir es gut gemacht und wirklich gute Lösungen rausgespielt. Im 6 gegen 6 haben wir uns etwas schwergetan, haben es allerdings in Überzahl sehr gut gemacht. Es gab in der Schlussphase mehrere Momente, wo wir dran waren, dann aber immer unglückliche Fehler gemacht haben, die Emsdetten eiskalt bestraft hat. Wir haben das aber vor allem in der zweiten Halbzeit gut gemacht, die Stimmung war da und wir waren in der zweiten Hälfte auch da. Die erste Hälfte war allerdings zu wenig und da macht sich der Qualitätsunterschied, wie auch gegen Hildesheim in der Hinrunde, bemerkbar. Deshalb machen wir weiter und werden hart trainieren, um auch da hinzukommen."

TSG A-H Bielefeld - TV Emsdetten: 30:34 (11:17)


TSG A-H Bielefeld:
Bastian Raeber, Dennis Doden - Nerdin Vunic (1), Jannis Tom Heidemann (2), Jacob Broyer, Simon Vormbrock (1), Alexander Engelhardt (3), Nils Strathmeier (3), Malik St. Claire (3), Jan Pretzewofsky (1), Dominik Waldhof (1), Alexej Demerza (4), Jannik Ullmann, Rene Mihaljevic (3), Rene Plaß (4), Florian Schoesse (4 - 2/2)

TV Emsdetten:
Ante Vukas, Robin Maroldt - Oliver Krechel, Yannick Terhaer (8), Bjarne Budelmann (2), Jakob Schwabe (4), Paul Kolk (4), Julian Thomas, Dirk Holzner, Robin Jansen (6), Tim Stefan (1), Marian Orlowski (4), David Wiencek, Marius Kluwe (1), Maximilian Nowatzki (4)

Siebenmeter: Bielefeld: Schöße (2/2) ; Emsdetten: Terhaer (2/2)

Zeitstrafen: Bielefeld: Schöße; Emsdetten: Stefan, Orlowski

Rote Karten: keine

Schiedsrichter: Felix Henker, Stefan Schirmacher

Zuschauer: 950

Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 1:4, 2:4, 2:5, 3:5, 3:6, 4:6, 4:7, 4:8, 5:8, 5:9, 6:9, 6:10, 6:11, 7:11, 7:12, 8:12, 8:13, 8:14, 9:14, 10:14, 11:14, 11:15, 11:16, 11:17
2. Hz.: 11:18, 12:18, 12:19, 13:19, 13:20, 14:20, 14:21, 15:21, 15:22, 16:22, 17:22, 17:23, 18:23, 18:24, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 21:26, 21:27, 21:28, 21:29, 21:30, 22:30, 23:30, 24:30, 24:31, 25:31, 26:31, 26:32, 27:32, 28:32, 28:33, 29:33, 29:34, 30:34

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