1. Herren | TSG Webteam | 20.01.24
Die TSG A-H Bielefeld kann ihre Leistung nach einem guten Start ins Spiel nicht aufrecht halten und muss sich im ersten Spiel des neuen Jahres verdient mit 27:23 in Fredenbeck beim Tabellenletzten geschlagen geben. Durch die Verletzungen von Demerza und Strathmeier ist dies eine teuer bezahlte Niederlage. Trotz dessen belegen die Bielefelder weiterhin den sechsten Tabellenplatz und haben bereits am nächsten Freitag die Chance in der Seidensticker Halle gegen die Ahlener SG die ersten Punkte des Jahres einzufahren.

Wie schon unter der Woche angekündigt musste die TSG A-H Bielefeld beim Jahresauftakt in Fredenbeck verletzungsbedingt auf Jan Pretzewofsky und Dominik Waldhof verzichten. So ließ TSG-Trainer Niels Pfannenschmidt seine Jungs wie folgt beginnen: Malik St. Claire und Nils Strathmeier starteten auf Außen und Bastian Räber im Tor. Im Angriff bildeten Alexej Demerza, Florian Schöße und Rene Plass den Rückraum und René Mihaljevic startete am Kreis. In der Abwehr ersetzte Alexander Engelhardt Demerza und bildete mit Mihaljevic den Mittelblock. 
Auch wenn die ersten fünf Minuten eher einem Abtasten, geprägt von Paraden, Fehlwürfen und technischen Fehlern, glich, erwischten die Bielefelder, trotz einer frühen Zeitstrafe für Rene Plass, einen sehr guten Start. Durch einige Paraden von Bastian Räber und erfolgreiche Abschlüsse zwang die TSG Jörg Rademacher, den neuen Trainer von Fredenbeck, in der zehnten Spielminute beim Spielstand von 1:5 zur ersten Auszeit. Obwohl der VfLer Maximilian Mißling im Anschluss an die Auszeit, in der 13. Minute, Demerza, den bis dahin besten Torschützen der TSG, aus der Luft holte und dafür die rote Karte sah, folgte dann ein Bruch im Spiel. Die Bielefelder konnten fünf Minuten kein Tor erzielen und als Jan Möller in der 18. Spielminute den Anschlusstreffer zum 5:6 erzielte, nahm Pfannenschmidt die erste Auszeit für die TSG. Nach der Auszeit ersetzte Heidemann Demerza, der vermutlich in der Aktion, für die Mißling rot sah, falsch aufkam und deshalb für die restliche Spieldauer verletzungsbedingt ausfiel. Daraufhin fand die TSG nicht wieder zurück in ihr Spiel und gab die Führung an die Gastgeber ab. In den letzten acht Minuten vor der Pause konnten die Bielefelder nur noch in Person von Florian Schöße per 7m treffen, der im ganzen Spiel souverän alle seine fünf Strafwürfe verwandelte und so auch mit acht Treffern zum besten Schützen der TSG avancierte. Trotzdem setzte sich Fredenbeck in dieser Phase nach und nach zum Halbzeitstand von 12:10 ab.
In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter und die Hausherren konnten sich nach 5 gespielten Minuten auf ein 15:11 absetzen. Darauf reagierte der TSG-Trainer mit einer weiteren Auszeit, doch auch diese brachte keine Wende. Direkt im Anschluss erhielt Florian Schöße eine Zeitstrafe und Laurenz Reiners konnte das 17:12 (40.min) erzielen. Nach dem sich dann Strathmeier sehr unglücklich verletzte, als ein gegnerischer Spieler ihn beim Auslaufen erwischte entwickelte sich das Spiel über die Zwischenstände von 19:13 (47.min), 20:16 (51.min) und 22:17 (55.min) recht deutlich. Auch wenn in der Schlussphase, auch durch eine doppelte Unterzahl der Fredenbecker, ein Hauch einer Stimmung von Aufholjagd aufkam, fanden die Gastgeber immer wieder den Weg zum Tor und die Bielefelder konnten nicht näher als vier Tore herankommen. Auch diesen Abstand zeigt nach Schlusspfiff die Anzeigetafel der Geestlandhalle, mit dem Endstand von 27:23 an.
Insgesamt konnte die TSG A-H Bielefeld ihre gute Leistung aus den ersten zehn Minzuten des Spiels nicht über die gesamte Spieldauer abrufen. Sicherlich spielten auch die beiden sehr bitteren Verletzungen bei Demerza und Strathmeier eine Rolle, die die Bielefelder erneut zu ungewohnten Aufstellungen zwang, als in der Schlussphase kein Linkshänder mehr für die Linksaußen Position zur Verfügung stand und mit Demerza der bis zu seiner Auswechslung beste Torschütze fehlte. Aber auch abgesehen davon war die Abschlussquote der Bielefelder zu schwach um den sehr kämpferischen VfL Fredenbeck an diesem Tag zu schlagen. Doch bereits am nächsten Freitag, den 26.01., hat die TSG die Möglichkeit gegen die Ahlener SG die weiße Weste in der Seidensticker Halle sauber zu halten und wieder auf die Siegesstraße zurückzukehren.

Trainerstimme

Niels Pfannenschmidt (TSG A-H Bielefeld): "Das war eine verdiente Niederlage. Viel schlimmer sind aber leider die Ausfälle von Alexej Demerza und Nils Strathmeier. Da muss nächste Woche erstmal überprüft werden, was es genau ist und wie schlimm. Wir sind gut gestartet bis zum 5:1 in der 10. Minute, haben dann aber durch ein schlechtes Überzahlspiel, einen Fehlpass in der zweiten Welle und einen Fehlwurf aufs leere Tor Fredenbeck selbstverschuldet wieder zurück ins Spiel geholt. Eigentlich haben wir genau das geschafft, was wir uns vorgenommen haben: Eine frühe Führung zu erspielen, das Spiel zu bestimmen und dann spielte uns sogar noch die rote Karte für Mißling in die Karten. Danach kam aber ein Bruch ins Spiel. Vor allem nach der Verletzung von Alexej, der sich am Fuß verletzt hat, weil er bei der Landung falsch aufgekommen ist und somit unser bis dahin bester Torschütze ausgefallen ist. Wir haben uns dann sehr schwer getan Tore zu werfen gegen die 6:0 Deckung und selbst wenn hatten wir eine sehr schwache Abschlussquote. Mit zwei Toren Rückstand sind wir dann in die Pause gegangen, aber auch danach setzte sich das so fort. Wir haben in der Halbzeit die Hüter gewechselt, aber sowohl Räber als auch Doden haben beide ein vernünftiges Spiel gemacht, wir haben uns einfach vorne schwer getan. Dann ist auch noch Strathmeier ausgefallen, sodass wir keinen Linkshänder auf Rechtsaußen mehr hatten. Insgesamt war das also eine verdiente Niederlage, aber vor allem die beiden Verletzten sind sehr bitter. Wir werden das Spiel jetzt analysieren, müssen aber auf jeden Fall an unserer Abschlussquote arbeiten und sie verbessern. "

VfL Fredenbeck - TSG A-H Bielefeld: 27:23 (12:10)

VfL Fredenbeck: 
Nikolay Petrov, Sebastian Spark - Fynn Sievert (1), Paul Lukas Hein, Niels Huckschlag, Pelle Fick (3 - 1/2), Jesper Müller (4), Maximilian Lens, Arne Eschweiler (4), Ole Richter, Jan Möller (7 - 1/3), Tim Fock, Marten Franke (4), Nick Heinsohn (1), Laurenz Reiners (2), Maximilian Andreas Mißling (1)

TSG A-H Bielefeld:
Bastian Raeber, Dennis Doden - Nerdin Vunic (2), Jannis Heidemann, Jacob Broyer (1), Simon Vormbrock, Alexander Engelhardt (1), Nils Strathmeier (2), Malik St. Claire (3), Jannis Louis, Alexej Demerza (3), Rene Mihaljevic (1), Rene Plaß (2), Florian Schöße (8 - 5/5)

Siebenmeter: Fredenbeck: Fick (1/2), Möller (1/3); Bielefeld: Schöße (5/5)

Zeitstrafen: Fredenbeck: Eschweiler(2x), Reiners; Bielefeld: Plaß, Schöße

Rote Karten: Mißling (13.min)

Schiedsrichter: Ole Greuel, Christian Riepold

Zuschauer: 480

Spielfilm:
1.Hz.: 0:1, 0:2, 0:3, 1:3, 1:4, 1:5, 2:5, 3:5, 3:6, 4:6, 5:6, 6:6, 7:6, 7:7, 8:7, 8:8, 9:8, 10:8, 11:8, 11:9 12:9, 12:10
2.Hz.: 13:10, 13:11, 14:11, 15:11, 16:11, 16:12, 17:12, 17:13, 18:13, 19:13, 19:14, 19:15, 19:16, 20:16, 21:16, 21:17, 22:17, 22:18, 23:18, 23:19, 24:19, 24:20, 25:20, 25:21, 26:21, 26:22, 27:22, 27:23

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