Der Kreisläufer und Abwehrspezialist feiert nach 13 Monaten Verletzungspause seine Rückkehr. Die TSG A-H Bielefeld gewinnt mit 31:24 (16:10) bei Schlusslicht Gevelsberg-Silschede und kann sich auf das Bielefelder Derby vorbereiten.

Lange Zeit musste Carl-Moritz Wagner auf sein 261. Spiel für die erste Mannschaft der TSG A-H Bielefeld warten: Am 4. Februar 2017 verletzte sich der Kapitän im Spiel gegen den TuS Spenge schwer am Knie. Nach einer Operation am Kreuzband ist Wagner jetzt zurück - und seine TSG gewann mit 31:24 (16:10) souverän bei der HSG Gevelsberg-Silschede.

"Die Anspannung war natürlich hoch. Die Mannschaft hat es mir aber recht leicht gemacht, wir haben richtig souverän gespielt", befand Wagner, dem so etwas Druck genommen wurde. "Da hätte ich mir auch ruhig mal ein, zwei Fehler erlauben können", freute sich Wagner, der gut 20 Minuten Einsatzzeit in der Abwehr erhielt. 20 Sekunden nach seiner Einwechslung hatte er sich auch in der Statistik verewigt - eine gelbe Karte. "Calle war zurück", freute sich auch TSG-Trainer Michael Boy über das Comeback seines Kapitäns. Unberechtigt sei die gelbe Karte aber gewesen, monierte Wagner.

Die Bielefelder hatten sich über 5:2 (9.) und 8:3 (12.) frühzeitig abgesetzt, da musste Gustav Rydergård schon passen. Der angeschlagene Schwede winkte vergrippt ab, für ihn kam der noch nicht vollständig genesene Johannes Krause im Innenblock. Nach einer Auszeit, die TSG führte jetzt mit 12:7 (20.), bildeten dann zunächst Krause und Wagner das Abwehrzentrum. "Wir haben in der Abwehr recht souverän und kompakt verteidigt", lobte Boy, der aber auch die Angriffsleistung herausstellte. "Phasenweise haben wir den geforderten Druck aus dem Rückraum aufgebaut", berichtete Boy. Luca Sewing, der zum 7:3 und 9:4 traf, sowie Arne Kröger (5:2, 12:6, 15:9 und 16:9) konnten sich auszeichnen. "Wir haben uns gut vorbereitete Abschlüsse genommen", erkannte Boy und lobte das diesmal disziplinierte Angriffsspiel seiner Mannschaft.

Nach Wiederbeginn bauten die Gäste ihren komfortablen Halbzeitvorsprung schnell auf 20:11 (35.) aus, ehe Gevelsberg plötzlich auf 16:20 (38.) verkürzen konnte. "Da waren einige interessante Pfiffe dabei", kommentierte Boy die Schiedsrichterentscheidungen. Zwei technische Fehler der Gäste begünstigten zusätzlich die kleine Aufholjagd der Gastgeber. "Gefühlt haben wir immer deutlicher in Führung gelegen", meinte Boy und betonte: "Ich habe nie geglaubt, dass wir das Spiel verlieren würden." Wagner beobachtete: "Es war eine kurze Schwächephase. Wir haben es unnötig halb-spannend gemacht", befand er. Über 21:25 (50.) und 23:26 (53.) konnte der Tabellenletzte einigermaßen Anschluss halten, ehe sich die Bielefelder in der Schlussphase noch einmal deutlich distanzieren konnten. Nils Prüßner (27:23, 29:23), Kröger (28:23) sowie Jonas Zwaka und Julius Hinz trafen für die Gäste. "Wir hatten die Partie immer unter Kontrolle. Die sieben Tore Differenz im Endergebnis geben das Spielgeschehen korrekt wieder", bilanzierte Boy.

Nächstes Spiel | Oberliga | 7. Spieltag

HTV Hemer
TSG AH Bielefeld
27.10.2018, 19:00 Uhr | Live
Multifunktionshalle "Grohe Forum", Sonnenblumenallee, 58675 Hemer

Neuste Galerie

03.10.18: VfL Handball Mennighüffen - 1. Herren

Weitere 7052 Bilder sind in der Galerie.