Handball-Oberliga: Das Team von Trainer Boy will sein Heimspiel gegen Hemer souverän gestalten. Der TuS 97 ist trotz 35:22-Hinspielsiegs in Ferndorf nicht favorisiert. Weil die Seidensticker-Halle auf Grund des Internationalen Hallentrails belegt ist, muss die TSG A-H Bielefeld gegen den HSV 81 Hemer wieder in der Sporthalle des Gymnasiums Heepen antreten.

TSG-Trainer Michael Boy glaubt, dass die Hindernisse, die der Spielplan seiner TSG - ähnlich wie den Motorsportlern - in den kommenden Tagen in den Weg gebaut hat, auch ohne motorisierte Unterstützung überwunden werden können.

Im Hinspiel gelang der TSG ein überzeugender 32:27-Auswärtserfolg, der auch höher hätte ausfallen können. Mit einem 7:0-Lauf ab dem 15:15 (33.) setzten sich die Bielefelder frühzeitig ab und gewannen souverän. "Sie haben in den Klein-Brüdern zwei individuell starke Akteure und mit Moritz Frenzel einen guten Abschlussspieler in ihren Reihen", weiß Boy, der zunächst erwartet, dass sich Hemer am Sonntag in einer 5:1-Abwehrformation formieren wird. "Sie können variabel verteidigen - aber darauf sind wir eingestellt", meint Boy. Etwas Sorgen bereiten ihm noch seine Spielmacher Marius Kastening und Johannes Krause, die im Training zuletzt beide krankheitsbedingt fehlten. "Es wird besser", beruhigt Krause, dem der Sonntagstermin eher gelegen kommen dürfte.

"Wir sollten nur auf uns schauen", meint Krause, der um ausreichend Qualität im Kader der Bielefelder weiß. Wie sein Trainer rechnet auch Krause mit einer offensiven Abwehrvariante der Gäste: "Das machen sie gut, sehr offensiv, aber damit müssen wir zurecht kommen. Wir müssen diszipliniert agieren und das Spiel souverän gestalten", so Krause.

Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck reist mit guten Erinnerungen nach Ferndorf. Das Hinspiel konnten die Jöllenbecker mit 35:22 deutlich gewinnen - und dennoch sind die Bielefelder in diesem für sie so wichtigen Spiel keinesfalls der Favorit. Und das hat Gründe. Zunächst einmal sind die Siegerländer äußerst heimstark. Soest, LiT, Loxten, Mennighüffen - allesamt verließen sie, obwohl in der Tabelle teilweise weit oben platziert, die Sporthalle Kreuztal als Verlierer. Zudem ist die Drittligamannschaft die den direkten Wiederaufstieg in die zweite Liga anstrebt, spielfrei, so dass einige Youngster wohl in der Oberliga zum Einsatz kommen werden. "Es wird mit Sicherheit ein komplett anderes Duell als im Hinspiel", glaubt TuS-97-Trainer Sven-Eric Husemann. "Wir fahren durchaus mit Respekt nach Ferndorf", resümiert der Coach.

Dabei wäre ein Erfolg enorm wichtig, könnten die Siegerländer doch auf drei Punkte distanziert werden. Linksaußen Daniel Meyer fällt auf Grund seines Sehnen-Teilrisses im Daumen weiter aus. Gut, dass sich die erste Alternative Christian Niehaus, der wie Till Kraatz und Arne Hofemeier unter der Woche krankheitsbedingt teilweise aussetzen musste, pünktlich fit gemeldet hat. "Ich gehe davon aus, dass Ferndorf, anders als im Hinspiel, auf eine 3:2:1-Abwehr setzt", verrät Husemann. "Es wird darauf ankommen, dass wir im Angriff die richtigen Ideen haben", so Husemann.

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