Handball-Umschau: Die Bielefelder Oberligisten sind nach dem 16. Spieltag optimistisch. Die TSG ordnet das jüngste Remis sachlich ein. Jöllenbeck setzt ein Zeichen

"LiT zu Hause ist nicht ohne, auch wenn mit Jan-Eric Speckmann jetzt ein torgefährlicher Spieler fehlt", ordnete TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik den Punktverlust des heimischen Oberligisten beim Tabellenfünften in Nordhemmern ein. "LiT hat im gesamten Verein eine unheimliche Leistungsdichte. Die zweite Mannschaft ist Spitzenreiter in der Verbandsliga, die A-Jugend spielt in der Bundesliga", weiß Sprdlik. Da sei der Verlust eines Linksaußen gut zu kompensieren.

"Vom Spielverlauf müssen wir mit dem Unentschieden leben. Um für einen Erfolg in Frage zu kommen, hätten wir zwei, drei Chancen mehr nutzen müssen", erkannte Sprdlik. Die offensive Abwehrformation der Gastgeber, die Coach Daniel Gerling anordnete, nachdem die TSG Nordhemmern in der Anfangsphase überrannt hatte, bremste die Bielefelder etwas aus. "Wir haben uns weiter gute Chancen erspielt", erkannte TSG-Trainer Michael Boy, der ebenfalls die Chancenauswertung bemängelte. Wie Sprdlik ordnet er den Punktverlust sachlich ein - die Ausgangslage habe sich ja nur marginal verändert. "Wenn du nicht gefestigt bist, verlierst du in Nordhemmern. Es gab Phasen, in denen wir zurück lagen, aber wir kamen zurück", betont Boy. "Der Druck ist da, aber der erdrückt uns nicht. Wir können gut mit ihm umgehen", prophezeit Boy.

Nils Strathmeier, durch die beruflich bedingte Abwesenheit von Nils Prüßner am Samstag der einzig verbliebene Rechtsaußen im Kader der TSG, wurde beim Versuch eines "Kempas" ausgeknockt. "Er hat einen Schlag auf den Solarplexus bekommen", berichtete Sprdlik, der mit Schrecken sah, dass dem zähen Strathmeier wenig später schwindelig und übel wurde. Nach Spielende musste der Linkshänder mühsam aufgepäppelt werden - immerhin konnte Strathmeier unter der Woche Entwarnung geben.

Der innerstädtische Kontrahent TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck setzte mit dem 33:23-Derbytriumph gegen den VfL Mennighüffen ein deutliches Zeichen im Abstiegskampf. TuS-Spieler Arne Kämper forderte im Nachgang: "Jetzt müssen wir auch auswärts mal ein gutes Gesicht zeigen." Den kommenden Gegner, Ferndorf II, hat der TuS 97 jetzt überholt, der Abstand auf einen Abstiegsplatz beträgt trotz des 29:17-Erfolgs von Augustdorf gegen Möllbergen weiterhin fünf Punkte.

Wie sich der TuS in der kommenden Saison personell aufstellt, möchte Thorsten Lehmeier, sportlicher Leiter des TuS 97, in drei Wochen erörtern. "Da werden wir eine Pressekonferenz geben, in der wir unsere Neuzugänge vorstellen", berichtet Lehmeier und wirbt um ein wenig Geduld. Fest steht aber schon, dass die Jöllenbecker zu Beginn der Saison auf ihren Kreisläufer Lukas Heins verzichten müssen. "Lukas verändert sein duales Studium und steht uns bis November nicht zur Verfügung", so Lehmeier.

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