Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck tritt in Loxten an, das mittlerweile auch
um den Klassenerhalt kämpfen muss. Die TSG A-H Bielefeld empfängt Ferndorf II. Für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck dürfte der wacker erkämpfte Heimsieg gegen Möllbergen in der Nachbetrachtung noch etwas wertvoller geworden sein.

Der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz beträgt trotz des 22:20-Erfolgs vom Vorletzten Augustdorf gegen Schlusslicht Gevelsberg-Silschede weiterhin fünf Punkte. Aber die Bielefelder liegen auch nur noch einen Punkt hinter Ferndorf II, Hamm II und Loxten und haben somit den Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle wieder hergestellt.

»Unsere jungen Leute mussten viel Verantwortung übernehmen«

Die vor Saisonbeginn häufig als Geheimfavorit bezeichneten Sportfreunde Loxten, die am Samstag gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck zum ostwestfälischen Derby laden, dürften recht knötterig erkannt haben, dass sie um den Klassenerhalt kämpfen müssen. "Wir arbeiten daran, dass es wieder besser wird", verspricht Loxtens Keeper Pascal Welge, der auch im kommenden Spieljahr für Loxten auflaufen wird.

Erfahrene Leistungsträger seien lange ausgefallen. "Unsere jungen Leute mussten viel Verantwortung übernehmen. Das hat mal besser, und mal nicht geklappt", bilanziert Welge. Wirklich entspannt hat sich die personelle Situation in Loxten auch nach der Spielpause um den Jahreswechsel nicht: Im Januar kehrte mit Sebastian Hölmer zwar ein erfahrener Spieler zurück, warf beim 31:17-Erfolg gegen Mennighüffen sieben Tore - und brach sich prompt die Mittelhand. Auch Heiner Steinkühler (Fußverletzung) und Christian Kalms (Fieber) sind schon wieder als fraglich gelistet. "Wir haben von sechs möglichen Punkten im Januar zwei Zähler geholt. Jetzt kommen wichtige Spiele", weiß Welge, der auf den Heimvorteil baut. "Gegen Möllbergen haben wir zwei Punkte geholt, die wir in der Hinserie nicht geholt haben. In Loxten müssen wir diesen Sieg bestätigen, das wären dann echte Bigpoints für uns", rechnete Thorsten Lehmeier, Sportdirektor des TuS 97, schon nach dem Sieg gegen Möllbergen vor.

Die Spieler der TSG A-H Bielefeld haben sich gerade so richtig an ihre Heimspielstätte Seidensticker-Halle gewöhnt, da müssen die Ost-Bielefelder auf Grund der Deutschen Meisterschaften im Badminton in ihrer Trainingshalle, dem Heeper Dom, antreten. Mit dem Mennighüffen-Bezwinger Ferndorf II - die Siegerländer gewannen mit 26:22 - stellt sich ein allgemein als unangenehm geltender Gegner in Heepen vor.

"Ich würde sagen, dass Ferndorf in der Liga angekommen und nicht zu unterschätzen ist. Im Hinspiel haben wir auch eine Viertelstunde gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen", erinnert sich TSG-Trainer Michael Boy, der bei den Gästen viele junge und talentierte Spieler ausgemacht hat. "Sie können sehr variabel, offensiv wie defensiv decken", hat Boy analysiert.

Trotzdem bleibt die TSG gegen die um die Versetzung kämpfende Ferndorfer Zweitvertretung klarer Favorit. "Unser Sieg in Gladbeck war ein Befreiungsschlag im richtigen Moment. Die Tendenz ging ja weg von der Dominanz der ersten Spiele", meint Boy, und fügt hinzu: "Unsere Leistung war nicht selbstverständlich. Immerhin konnten wir Gladbeck bis zur 54. Minute bei 14 Toren halten."

Gegen Ferndorf II wird Jonas Zwaka zurück erwartet, der nach dem Transfer von Til Kirsch nach Augustdorf in Zukunft auch immer einige Minuten im Rückraum spielen könnte. "Jonas ist flexibel einsetzbar", lobt Boy. Auch Carl-Moritz Wagner könnte demnächst wieder im Kader stehen. "Ein Härtetest steht aber noch aus", beschwichtigt Boy.

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