Die TSG A-H Bielefeld muss den schweren Gang nach Gladbeck antreten. Der TuS 97 empfängt den personell gebeutelten Mitaufsteiger Möllbergen. Die Rückrunde - Zeit der Revanche. Für die heimischen Oberligisten heißt das am Wochenende, eine vermeintliche Wiedergutmachung zu betreiben und eine zu verhindern. Beides werden schwere Vorhaben.

Beim TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ärgerte man sich nach der Hinrunde über zwei Spiele: Die in Möllbergen und Mennighüffen. Beide Partien gingen verloren, hätten vom Spielverlauf aber auch zugunsten des TuS 97 kippen können. Zu früh war jeweils in der zweiten Halbzeit beim TuS 97 der Faden gerissen. Vor allem gegen Mitaufsteiger Möllbergen, gegen den jetzt das Rückspiel ansteht, wollten sich die Jöllenbecker eigentlich keine Blöße gegen, hatten sie den Kontrahenten im Verbandsligajahr doch auf Platz zwei verwiesen.

"Mit 13:13 Punkten steht Möllbergen in der Tabelle da, wo wir gerne wären", sagt Jöllenbecks sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier etwas neidisch.

»Möllbergen steht in der Tabelle da, wo wir gerne wären«

Sein Team hat vier Punkte Rückstand, die aufgeholt werden sollen. Ob sich die Kräfteverhältnisse seit dem ersten Spieltag verschoben haben und wenn ja, wie, ist schwer zu sagen. "Ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen", sagt TuS-97-Trainer Sven-Eric Husemann. "Das Hinspiel war wirklich kein guter Auftritt von uns", erinnert er sich. Dem TuS 97 steht, anders als im Hinspiel, sein Spielmacher Leon Ludwigs wieder zur Verfügung. Das ist zweifellos ein stärkender Faktor und wichtig im Abstiegskampf.

Kontrahent Möllbergen hat Verletzungssorgen, gewann aber ohne Jan Camen und Patrick Richter trotzdem zu Jahresbeginn die wichtigen Spiele gegen Ferndorf II und Hemer. "Sie holen aktuell wirklich das Maximum aus sich heraus", hat Husemann registriert.

Es war eine Demonstration der Stärke, welche die TSG A-H Bielefeld am ersten Spieltag gegen den VfL Gladbeck hinlegte. Der Vizemeister des Vorjahres schien in allen Belangen überfordert. "Da waren wir geistig wie körperlich frisch, haben mutig gespielt", erinnert sich TSG-Trainer Michael Boy. Doch die Mannschaft von Trainer Sven Deffte schwächelte auch in der Folge so sehr, dass viele ihre anfängliche Euphorie ob des Bielefelder Sturmlaufs schnell wieder relativierten.

Mittlerweile bietet sich ein anderes Bild: Nach drei Unentschieden, unter anderem gegen Spenge, holte Gladbeck zuletzt beeindruckende 14:0 Punkte und zählt als Tabellendritter längst wieder zur Beletage der vierten Liga. "Die haben einen Lauf - und einen wiedererstarkten Max Krönung in ihren Reihen", berichtet Boy.

In die Spitzengruppe gehört auch die TSG, die jedoch nach zwei mit viel Mühe erspielten Siegen ihre Tabellenführung aufgrund der Niederlage in Mennighüffen verlor. Spenge ist jetzt punktgleich und hat den besseren direkten Vergleich. Das lässt sich aus Sicht der Bielefelder noch reparieren, sofern die Herforder nicht enteilen. Diese Gefahr schwingt ab sofort bei jeder Partie mit. "Wir werden mit ordentlich Wut im Bauch spielen. In Mennighüffen haben wir verdient verloren", zieht Boy zusätzliche Motivation aus der Derbyniederlage.

Er glaubt, dass seine Mannschaft mit der Rolle des Jägers aber besser zurecht kommt. "Wir haben das Ziel nicht aus den Augen verloren", versichert Boy. Damit das so bleibt, muss die TSG in Gladbeck, wo die Bielefelder seit 2012 nicht mehr gewinnen konnten, siegen.

´Das Stadtderby zwischen der TSG A-H Bielefeld und dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ist von der Sporthalle des Gymnasiums Heepen in die Seidensticker-Halle verlegt worden. Anwurf ist weiterhin am Sonntag den 11. März um 17 Uhr.

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27.10.2018, 19:00 Uhr | Live
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