Handball-Kreispokal: In der Vorrunde der Männer gibt es vertraute Konstellationen aber auch neue Ergebnisse. Brake, Senne und Mennighüffen scheiden aus, der TuS 97 und die TSG Altenhagen-Heepen II kommen weiter.

Wenn im Handballkreis Bielefeld-Herford der Kreispokal-Wettbewerb ansteht, dann bekommt die Theorie, dass sich Geschichte in einem immerwährenden Zyklus wiederholt, entweder regelmäßig neue Nahrung, oder wird glatt widerlegt. So auch in den Vorrunden des Jahres 2018.

Beispiel TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck: Der Oberligist hatte sich in einer leichten Gruppe gegen die eigene dritte Mannschaft und Bezirksligist HT SF Senne durchgesetzt. Im Überkreuzspiel wartete der Gruppenzweite der Parallelgruppe, der VfL Mennighüffen - wie im vergangenen Jahr. Und es kam nach einem ausgeglichen Spielverlauf zum Siebenmeterwerfen - auch wie vor 12 Monaten. Diesmal setzen sich allerdings, anders als 2017, die Bielefelder durch, weil Kult-Torwart Christian Trittin zweimal parierte. Der VfL, immerhin Finalist des Vorjahres, musste vorzeitig die Taschen packen.

»Gegen Mennighüffen haben wir uns sehr gut verkauft«

Mächtig enttäuscht ging das HT SF Senne aus der Vorrunde - ohne Punkt. Im vergangenen Jahr war das HT bis in die Endrunde gestürmt. "Ich bin stinksauer. Außer Luca Schulze hat keiner Normalform erreicht", sagte Trainer Matthias Wieling. Sennes Liga-Rivale TuS 97 II schied ebenfalls vorzeitig aus, konnte die Halle aber erhobenen Hauptes verlassen. "Gerade gegen Mennighüffen haben wir uns sehr gut verkauft", sagte Trainer Stephan Neitzel. Bis Sekunden vor dem Ende hatte der Bezirksligist ein Unentschieden gehalten. Großer Außenseiter war die HSG Schröttinghausen/Babenhausen, wo der 48-jährige Clement Pfennig aushalf. "Ich habe Montag Geburtstag. Meine Frau hat mich gewarnt, dass ich mich ja nicht verletzen soll", so der unversehrte, schweißgebadete, vierfache Torschütze lachend.

Titelverteidiger TuS Spenge hatte sich in einer starken Gruppe souverän durchgesetzt und machte im Überkreuzspiel mit 22 Toren gegen den TuS 97 III relativ humorlos den Einzug in die Endrunde perfekt.

Oberliga-Spitzenreiter TSG A-H Bielefeld hatte da mehr Mühe. Die erste ernsthafte Herausforderung für die TSG war das Überkreuzspiel gegen den TuS Brake. Doch nachdem der Oberligist noch 4:1 vorgelegt hatte, war kaum ein Klassenunterschied zu erkennen. Spätestens als Luis Merschieve zum 6:5 ins leere Tor des Oberligisten traf, verwandelte sich die Sporthalle am Bohnenkamp in ein Tollhaus. Merschieve war es auch, der, bei Braker Unterzahl, zwei Zweikämpfe gegen Arne Kröger gewann (8:6). Lause und Johannmeier erhöhten auf 10:7. Niklas Schulze hätte gar per Strafwurf das 11:7 erzielen können, doch er scheiterte auch im zweiten Versuch. "Niklas ist sicher unser Unglücksrabe heute", tröstete Brakes Trainer Max Rittersberger den in der Liga bislang so treffsicheren Schützen. Dank Toren von Schuwerack, Krause und Luca Sewing konnte sich die TSG ins Siebenmeterwerfen, wo Brake dreimal patzte, retten. "Wir sind mit viel Glück in die Endrunde gestolpert", gab TSG-Trainer Michael Boy zu. Rittersberger nahm das Ausscheiden gelassen: "Wir sind für unser Auftreten gegen die TSG Altenhagen-Heepen II bestraft worden." Parallele zum Vorjahr, wo Brake die Endrunde erreicht hatte: Fehlanzeige.

Die TSG II hatte sich mit 11:9 gegen die Braker durchgesetzt und zog erstmals in die Endrunde ein. Wirklich überzeugend trat die Oberliga-Reserve nach ihrem Meisterstück gegen den TuS aber nicht mehr auf. Im Überkreuzspiel gegen die eigene Drittvertretung siegte sie knapp mit 10:9. Im Gruppenspiel schnupperte die HSG Quelle/Ummeln an einer Sensation gegen die TSG II (7:8). "Wir haben das genau richtig gemacht", lobte HSG-Trainer Steffen Thiede, dessen Mannschaft lange Angriffe spielte. "Natürlich hatten wir auch etwas Glück", wusste Thiede, der sich insbesondere auf einen starken Torwart Timo Menzel verlassen konnte. Enttäuschend lief es für die HSG EGB Bielefeld, die zweimal verlor. Gegner Bünde/Dünne, eigentlich Landesligist, war dabei nur mit seiner zweiten Mannschaft aufgelaufen. EGB schied aus - wie immer seit 2014.

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