Handball-Kreispokal: Die TSG A-H Bielefeld setzt sich im Finale mit 9:7 gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck durch und holt nach drei Siegen in Folge des TuS Spenge die Trophäe zurück in die Leinenstadt

Licht aus, Sport an! Die zehnte Auflage des NW-Handball-Kreispokals in Turnierform strahlte im wahrsten Sinne des Wortes. Im Lichtkegel bunter LED-Scheinwerfer liefen die Finalisten vom TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck und der TSG A-H Bielefeld aufs Feld. Der Auftritt machte Lust auf mehr und die Endspielgegner zeigten fast folgerichtig eine Partie, die für die rund 1.000 Fans in der Halle sehr ansehnlich war. Es gewann die TSG mit 9:7 und darf sich zum sechsten Mal Turniersieger nennen.

Nach neun Minuten kippte das Finale zugunsten des Oberliga-Spitzenreiters. Der TuS 97 hatte bis zum 4:4 mitgehalten, die starke Abwehr der TSG immer wieder über den Kreis bezwungen. Ein paar strittige Entscheidungen ließen den TuS 97 ins Hintertreffen geraten. Nach der 7:4-Führung der TSG kamen die Schützlinge von Sven-Eric Husemann nicht mehr heran. "Wir haben viel investiert, aber die TSG hat verdient gewonnen", sagte der Coach. Siegertrainer Michael Boy freute sich über "einen Turniertag, bei dem wir vom ersten Spiel an souverän aufgetreten sind."

Apropos erstes Spiel: Da traf die TSG gleich auf den großen Oberliga-Rivalen TuS Spenge - für viele ein vorgezogenes Endspiel. Und der TuS hatte als Titelverteidiger und amtierender DHB-Amateurpokalsieger schließlich auch im Kreis einen gewissen Ruf zu verteidigen. Die Partie verlief bissig, beide Teams schenkten sich nichts. Die TSG siegte mit 11:8, was bereits die halbe Miete für das Finalticket war. Spenge-Coach Heiko Holtmann fand: "Wir haben gegen die TSG zu viele Fehler gemacht. Das ist ärgerlich, aber bei vier Oberligisten im Turnier bleiben am Ende eben drei auf der Strecke." Der CVJM Rödinghausen war in dieser Gruppe chancenlos. Spenge und die TSG bezwangen den Verbandsligisten.

Jöllenbecks Weg ins Finale führte schon in der Vorrunde über einen der vermeintlich Großen. Der TuS schaltete den VfL Mennighüffen aus. Am Sonntag folgte ein klarer Erfolg gegen die TSG Altenhagen-Heepen II, die danach eine schwache Leistung gegen Spenge II zeigte und ausschied. "Die Leistung war eher unwürdig, weil wir uns vorher im Pokal gut verkauft hatten", sagte Trainer Dennis Gote.

Spenges Oberliga-Reserve hätte die Finalträume des TuS 97 noch zerstören können. Mit seiner aggressiven 3:2:1-Deckung machte der Landesligist Druck auf die Reihen der Jöllenbecker, die aber geschickt die Lücken in der Abwehr fanden und oft über den Kreis zu Erfolgen kamen. Leon Ludwigs erzielte am Ende des griffigen Spiels das erlösende 10:9 - nachdem es im vergangenen Jahr ein Endspiel mit zwei Vertretern aus dem Kreis Herford gegeben hatte, standen heuer wieder zwei Bielefelder Teams im Finale.

Nach der Vorrunde musste der spätere Sieger TSG allerdings mächtig zittern, denn Brake hatte den Favoriten im Überkreuzspiel in ein Siebenmeterwerfen gezwungen. "Da waren wir auch nur mit einer Rumpftruppe angetreten, die fast durch gespielt hat. Alle waren platt. Am Sonntag sind wir gleich mit viel mehr Spannung ins Turnier gekommen", meinte Spielmacher Johannes Krause. Jöllenbecks Nils Grothaus, der sich am Samstag geschont hatte, im Finale aber mit antrat, betonte: "Für uns war es wichtig, vor eigenem Publikum mal wieder die Endrunde zu erreichen."

Nächstes Spiel | Oberliga | 13. Spieltag

VfL Vikt. Mennighüffen
TSG AH Bielefeld
21.01.2018, 17:00 Uhr | Live
Gymnasium Löhne, Albert-Schweitzer-Str. 16, 32584 Löhne

Neuste Galerie

09.12.17: HSG Augustdorf / Hövelhof - 1. Herren

Weitere 6852 Bilder sind in der Galerie.