TSG verabschiedet sich in vierwöchige Spielpause. Der 31:28-Derbysieg der TSG A-H Bielefeld in Jöllenbeck wurde durch die Ergebnisse der Verfolger noch einmal aufgewertet. Nach Mennighüffens 19:27-Reinfall in Soest ist das Polster der TSG an der Tabellenspitze der Handball-Oberliga auf drei Punkte angewachsen.

»Wir sind nicht der Überflieger und werden sicher auch mal verlieren«, bleibt Geschäftsführer Christian Sprdlik trotz der blitzsauberen 12:0 Zähler auf dem Boden und spricht von einem »weiten Weg«, der noch zurückzulegen sei. Gleichwohl werden zarte Erinnerungen an die Oberligasaison 2007/08 wach. Damals legte die TSG einen Start mit 18:0 Punkten hin. In der Serie 2008/09 verlor die TSG gleich zum Auftakt gegen HSE Hamm, um danach 13 Siege in Folge aufs Konto zu spülen. Der Rückrundenniederlage – erneut gegen die Spielverderber aus Hamm – folgten die nächsten 13 Siege und der Aufstieg in die Regionalliga mit lediglich vier Minuspunkten. Von denen, die damals unter Trainer Helmut Bußmeyer den Aufstieg vollbrachten, ist heute nur noch einer im Kader verblieben: Tobias Fröbel. Der noch verletzte Kreisläufer will die vierwöchige Spielpause – die TSG greift erst am 11. November beim ASV Hamm II wieder ins Meisterschaftsgeschehen ein – nutzen, um dann sein Comeback zu feiern.

TSG-Trainer Michael Boy ist in dieser Woche in Kaiserau gefragt: Das nächste Modul des A-Lizenz-Lehrgangs erfordert höchste Konzentration. »Das ist echt anstrengend. Da werden Infos ohne Ende in dich reingetrichtert, unglaublich viel Input.« Die Pflicht nach der Kür

Beim TuS 97 gilt die volle Konzentration dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen den punktgleichen ASV Hamm-Westfalen II, der am Wochenende gegen den HSV Hemer mit 27:38 unter die Räder gekommen ist. »Wir haben gegen die TSG gezeigt, dass wir in der Klasse gut aufgehoben sind«, gab Jöllenbecks Sportlicher Leiter Thorsten »Moppel« Lehmeier nach dem Derby zu Protokoll. Allerdings sind die Jürmker nach der Kür nun in der Pflicht gefordert. Lehmeier: »Wir müssen es jetzt gegen Hamm hinkriegen, auch ohne die Derby-Atmosphäre eine so engagierte Leistung abzurufen.« Im Kampf um den Klassenerhalt zählen die Punkte am Samstag gegen einen direkten Mitkonkurrenten (beide 4:8 Zähler) doppelt. das Potenzial abrufen

Noch nicht rund läuft es bei den Jöllenbecker Verbandsliga-Damen. Beim 25:31 in Brockhagen kassierten die Jürmkerinnen, Absteiger aus der Oberliga, die dritte Niederlage in Folge. Mit 4:8 Punkten hinkt das Team von Trainer Benny Hücker den eigenen Erwartungen hinterher. »Uns fehlt einfach die Konstanz. Durch die vielen Ausfälle befinden wir uns immer noch in der Findungsphase«, erklärt Hücker, der seit einer Woche immerhin auf einen kompletten Kader im Training zurückgreifen kann. Der TuS 97-Trainer sieht zugleich »gute Ansätze. Das Potenzial ist da, aber jetzt müssen wir dieses Potenzial auch auf die Platte bringen. Nach der Herbstpause müssen wir den Schalter umlegen.« Brakes erste Pleite

Männer-Landesligist TuS Brake kassierte mit dem 23:29 beim Tabellenführer HCE Bad Oeynhausen die erste Saisonpleite. »Wir waren einfach nicht clever genug. Dann kassiert du eine Niederlage und musst dir nachher Gedanken machen, wie die überhaupt zustande gekommen ist«, ärgerte sich Trainer »Max« Rittersberger über den Knockout in der Schlussphase. Passiert sei aber noch nichts. Nach Minuspunkten liegt Brake (7:3) nur einen Zähler hinter Bad Oeynhausen (10:2) zurück. Starkes Bezirksliga-Duo

In der Bezirksliga haben nach sechs Spieltagen zwei Bielefelder Mannschaften ihre Ambitionen untermauert. Landesliga-Absteiger TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II feierte beim 26:21-Derbyerfolg gegen HT SF Senne den vierten Sieg in Folge. Mit 9:3 Punkten befindet sich die Mannschaft von Trainer Stephan Neitzel in Lauerstellung und nimmt gleichauf mit Loxten II und TV Werther einen Aufstiegsplatz ein. Neitzel freute sich im Spiel gegen Senne über eine »sehr disziplinierte Vorstellung« seines Teams.

An der Tabellenspitze thront nach dem klaren Heimsieg gegen TG Herford (28:16) und der Niederlage von Werther gegen Loxten II (30:31) die HSG EGB Bielefeld. »Eine schöne Momentaufnahme. Wir funktionieren schon sehr gut als Team. Es wird aber schwer genug, sich da oben zu halten. Wir müssen konstant und konzentriert bleiben und dann sehen wir, wohin uns die Reise führt«, sagt EGB-Trainer Sven Grüger. Der Sieg gegen TG Herford wurde von der Knieverletzung Nils Rusches überschattet. Ein MRT-Termin in dieser Woche soll genauen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Grüger: »Es sieht nicht gut aus. Wenn Nils länger ausfällt, wäre das ein herber Rückschlag für uns.«

Zwei Derby-Rückschläge in Folge muss das Handballteam Senne verkraften: Nach dem 18:19 gegen EGB und dem 21:26 in Jöllenbeck ist der Zug nach oben für den Landesliga-Absteiger (5:7 Punkte) erst einmal abgefahren. HT-Trainer Matthias Wieling: »Wir müssen jetzt unser Heimspiel gegen TG Herford gewinnen und dann die Herbstpause sinnvoll nutzen.«

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