Handall-Saison 2017/1018: Mit zwei Landes- und vier Bezirksligisten gehen die Bielefelder Klubs in die anstehende Spielzeit. Auf drei Trainerbänken sitzen neue Chefs. Ein Aufsteiger will im ersten Jahr bestehen, zwei Absteiger des Vorjahres greifen wieder an

Die Hallentore öffnen sich wieder, und die harten Kerle kehren aufs Parkett zurück: In den Sportarenen der Stadt beginnt am kommenden Wochenende die Handballsaison. Sechs Bielefelder Männerteams sortieren sich in Landes- und Bezirksliga ein.

LANDESLIGA

"In der Deckung sind wir absolut auf dem Stand", meint TuS-Brake- Trainer Max Rittersberger. Im Innenblock schuften Neuzugang Fabian Poppe und Patrick Bartczak zuverlässig. Doch der Gegenstoß und der Angriff machen Rittersberger Sorgen. "Im vergangenen Jahr gab es weniger Veränderungen im Kader. Da waren wir zum Abschluss der Vorbereitung eingespielter", meint Rittersberger und merkt an, "dass in diesem Jahr immer zentrale Leistungsträger gefehlt haben. Wir werden erst Mitte der Hinrunde unseren Zenit erreichen", unkt er.

Doch wenn Rittersberger alle Spieler, wie unter anderem Neuzugang Florian Lange, an Bord hat, dann, so gibt der erfahrene Coach zu, sei sein TuS nicht unterbesetzt. "Wir wollen oben mitspielen. Es geht nicht, dass wir schlechter abschneiden als im Vorjahr", möchte sich Rittersberger unbedingt verbessern. Viele Spielraum bleibt dafür nicht - immerhin war der TuS im Vorjahr bereits Dritter.

Für den TuS Brake beginnt die Saison mit einer Woche Verzögerung: Das erste Saisonspiel gegen Aufsteiger Gehlenbeck wurde verschoben. Der TuS muss dann zu Mitfavoriten Minden-Nord.

Im einzigen Stadtderby treten die Braker Mitte Dezember zunächst auswärts bei der TSG Altenhagen-Heepen II an. Neu-Trainer Dennis Gote klingt nach seiner ersten Vorbereitung zufrieden. "Im Moment haben wir hervorragende Spieler für eine offensiven Abwehr im Kader", meint Gote, der insbesondere die Arbeit der aus der A-Jugend aufgerückten Felix Weeke und Jannik Wortmann auf der "Spitze" lobt. Aber auch die in der Vorbereitung erarbeitete 6:0-Abwehrvariante möchte Gote nicht aufgeben: "In der Liga werden Spiele kommen, da werden wir auch die brauchen", sagt er. Auf den Braker Handballtagen habe seine Mannschaft gezeigt, dass sie gegen körperlich überlegene Mannschaften mithalten könne. "Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen. Alles andere wäre utopisch", meint Gote.

BEZIRKSLIGA

"Ich bin zufrieden. Das Team hat das erhöhte Pensum gut angenommen", meint TSG-Trainer Jens Tegtmeyer, der seiner Mannschaft einen "Schritt nach vorne" attestiert. Testspielergebnisse gegen Hahlen II (31:31) und Oerlinghausen (22:25) stimmen ihn ebenfalls zuversichtlich. "Ich habe von vielen Trainern gehört, dass wir uns bestimmt nicht verstecken müssen", berichtete Tegtmeyer, der dennoch beschwichtigt: "Wir müssen gucken, wie wir in der Liga ankommen. Wenn wir am Ende über dem Strich stehen, sind alle zufrieden - immerhin sind wir ja nur dank einer Wildcard aufgestiegen", erinnert er daran, dass der Kader der TSG IV die Versetzung möglich machte.

"Ich wollte das erste Saisonspiel nach meinem Rauswurf unbedingt direkt in Heepen haben", berichtet der Neu-Trainer der HSG EGB Bielefeld, Sven Grüger, gewohnt humorig, über die Gründe der Spielverlegung des Auftaktmatches gegen die HSG Rietberg-Mastholte. Doch EGB ist auf Grund beruflich fehlender Spieler sowie einiger Verletzter einfach nicht spielfähig. "Ich habe die Spieler an ihre Belastungsgrenze gebracht", berichtet Grüger aus der Vorbereitung. "Mit der Abwehr und den Torhütern bin ich zufrieden. Doch ob wir auf die guten Testspielergebnisse viel geben können? Es wird Zeit, dass es langsam losgeht", weiß Grüger.

"Unser Kader verfügt über eine gewisse Durchlässigkeit", sagt Stephan Neitzel über den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II. Da sind Spieler, wie Björn Klusmann, rekonvaleszent und, sofern er gesund wird, auch für die erste Mannschaft eingeplant. Marvin Streu soll zunächst in der dritten Manschaft die Fäden ziehen. Daniel Bruelheide (Studium in Wien) oder Justin Mühlbeier (geht ins Ausland) sind Teilzeitkräfte. "Wir haben in den vergangenen zwei Wochen noch viel getestet und ich habe von richtig gut bis total schlecht alles gesehen. Das darf auch so sein", zählt Neitzel auf. Die Generalprobe gegen Landesliga-Aufsteiger Bad Salzuflen verlief gut. Neitzel: "Das hat gezeigt, wohin der Weg führen kann." Beim Auftaktgegner Neuenkirchen müsse "mit viel Disziplin" die Leistung stabilisiert werden.

Ein, zwei Fragezeichen stehen noch hinter der Kaderplanung vom Coach des HT SF Senne, Matthias Wieling. "In einer Stammsieben werden wir wohl nicht agieren können. Wir werden über die Serie mit wechselnden Besetzungen auflaufen", verkündet der Trainer. Die Vorbereitung sei gut gelaufen. Wieling prognostiziert: "Ich denke, wir sind mit drei oder vier Teams im oberen Drittel auf Augenhöhe." Den ersten Gegner Werther schätzt er als Favoriten ein: "Das wird eine erste Standortbestimmung."

Männer Landesliga:
TuS Brake
TSG Altenhagen/Heepen II

Männer Bezirksliga:
TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II
HSG EGB Bielefeld
HT SF Senne
TSG Altenhagen/Heepen III

Frauen-Verbandsliga:
HT SF Senne
TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck

Frauen-Landesliga:
TSG Altenhagen/Heepen
TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II

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